Wetterbericht von 2023


So war 2023

 

 

 

Seit meiner 33-jährigen Wetterbeobachtung stelle ich immer wieder neue Rekorde fest. So scheute sich 2023 nicht, gleich am Neujahrstag mit einem Temperaturrekord von stolzen 14,2 °C zu starten. Das vergangene Jahr reihte sich mit einer Durchschnittstemperatur von 9,93 °C als zweitwärmstes Jahr (vor 2018 mit 10,07 °C) in meine Statistik ein. Rekordverdächtig war 2023 ebenfalls bei den Niederschlägen mit stolzen 1297 Liter. Nur die Jahre 2002 (1542 Liter) und 2016 (1340 Liter) gab es noch mehr Niederschläge. Dennoch konnte die Vegetation bei der Landwirtschaft durchschnittliche Ergebnisse bringen, bis auf die Maisernte.

 

 

 

Bei der Jahresdurchschnittstemperatur konnte ein viel zu kalter April mit den restlichen Monaten, die durchschnittlich zu warm waren, nicht mithalten. So fielen zum Beispiel der Jänner mit 2,06 °C und September 16,58 °C um ganze 3,3 Grad zu warm aus. Sogar die letzten drei Monate trugen beträchtlich zu der hohen Durchschnittstemperatur von 9,93 °C bei. Der Langjahresdurchschnitt liegt bei 8,50 °C. Als kältester Monat reihte sich der Februar mit einem Plus von 0,79 °C (Langjahresdurchschnitt minus 0,40 °C) in meine Statistik ein. Eistage, das sind Tage, an denen das Thermometer auch tagsüber keine Plusgrade erreicht, konnte ich im vergangenen Jahr 10 Mal verbuchen. Im Jahr 2022 waren es hingegen 15 Tage. Auf minus 15 °C fiel die Quecksilbersäle nur einmal, genau so, wie im Jahr zuvor. Die minus 10 °C Marke erreichten wir vier Mal, 2022 allerdings nur an 2 Tagen.  Der kälteste Tag des Jahres 2023 fiel auf den 3. Dezember mit minus 15,4 °C. Der Juli stellte sich mit 19,99 °C als wärmster Monat (Langjahresdurchschnitt liegt bei 18,22 °C) heraus. Tropentage, das sind Tage, an denen die 30 Grad Marke überschritten wurde, konnte ich 2023 an 18 Tagen registrieren, wobei der August mit 9 Tropentagen an der Spitze lag. Als wärmster Tag erwies sich der 15. Juli mit 35,2 °C. Tropennächte, also Nächte, an denen die Temperatur von 18:00 Uhr abends bis zum nächsten Morgen um 6:00 Uhr nicht unter 20 °C fällt, konnte ich genau wie im Jahr 2022 nur eine aufzeichnen.

 

 

 

Wie oben schon angeführt, war 2023 eines der niederschlagsreichsten Jahre mit 1297 Liter. Der Langjahresdurchschnitt liegt bei 1070 Liter. Als niederschlagsreichste Monate schlugen der August mit 244 Liter, der November mit 193 Liter und der Dezember mit 195 Liter zu Buche. Speziell die letzten zwei Monate sorgten für den niederschlagsreichsten Herbst seit über 30 Jahren, und waren für den nötigen Anstieg des Grundwassers sehr nützlich. Als niederschlagsreichster Tag ging der 28. August mit 45,4 Liter hervor. Der Jänner blieb mit 34,2 Liter weit unter dem Langjahresdurchschnitt von 79,3 Liter. Die längste Niederschlagspause hatten wir von 19. Mai bis 3 Juni. Die höchste Gesamtschneemenge konnte ich bei meiner Wetterstation am 3. Dezember mit 56 cm messen. Aufgrund des nicht gefrorenen Bodens und des andauernden Südwinds konnten wir uns allerdings nur kurz über die Winterpracht erfreuen, denn bereits am 13. Dezember war der ganze Schnee wieder geschmolzen. Der Niederschlag in Form von Schnee machte 2023 ca. 175 Liter aus, und durch Tau, Nebel, und Raureif waren es immerhin 7 Liter. Den meisten Niederschlag verzeichnete ich bei meiner Wetterstation an den Freitagen, und den geringsten Niederschlag an den Sonntagen. Nebelig war es im Jahr 2023 nur an 19 Tagen, während es 2022 sogar 35 Tage waren.

 

 

 

Im vergangenen Jahr konnte ich ca. 2348 Sonnenstunden zählen, was ca. 90 Stunden über den Durchschnitt sind. 2023 waren es die Donnerstage, an denen wir uns in Münzkirchen mit ca. 355 Sonnenstunden an den meisten Sonnenstrahlen erfreuen konnten. An den Dienstagen allerdings mussten wir mit nur ca. 304 Sonnenstunden auskommen. An 11 Tagen in Folge, und zwar vom 24. Jänner bis zum 3. Februar versteckte sich die Sonne hinter einer dicken Wolkendecke. Den Monat mit den meisten Sonnenstunden konnte ich am Juni mit ca. 333 Stunden beobachten, verglichen mit dem Langjahresdurchschnitt, der immerhin bei ca. 278 Stunden liegt. Als der Monat mit den wenigsten Sonnenstunden ging der Jänner mit nur ca. 67 Stunden hervor, wobei der Langjahresdurchschnitt dieses Monats bei 87 Stunden liegt.

 

 

 

Blitz und Donner machten sich mit 30 Gewittern im vergangenen Jahr bemerkbar, während es 2022 nur 20 Gewitter waren.  Ein extrem starkes Gewitter zusammen mit einem mächtigen Sturm zog am 26. August von 19:10 Uhr bis 19:45 Uhr über Münzkirchen auf und hinterließ erhebliche Schäden an Flora und Fauna. Abermals fegte ein mächtiges Sturmtief am 23. Dezember über unser Land, und sorgte bei so manchen Haushalten für kurzfristige Stromausfälle und Straßensperren.