Das Jahr 2024

 

 

 

Für einen Rekord der Jahrestemperatur sorgten so viele Tropentage wie noch nie, und nur ein Monat, dass unter dem Langjahresdurchschnitt lag. Mit dem Niederschlag war 2024 auch nicht zimperlich, doch für die Vegetation und für die Landwirtschaft diese eher gut aufgeteilt.

 

 

 

Der Klimawandel lässt sich auch 2024 nicht leugnen, denn es waren alle Monate bis auf den November über den Durchschnitt. Und so reihte sich das vergangene Jahr wieder mit einem Temperaturrekord von 10,5 Grad Celsius, genau zwei Grad über den Langjahresdurchschnitt von 8,56 °C in meinen Kalender ein. Herausragend für die hohe Durchschnittstemperatur waren aber hauptsächlich der Februar (5,66 °C) mit stolzen 5,4 Grad und März (7,74 °C) um genau 4 Grad über den Durchschnitt. Als wärmster Monat gesellte sich der August mit 2,9 Grad über den Durchschnitt von 20,5 °C in meine Statistik, und ist somit der zweitwärmste nach 2015. Mit 33,9 Grad Celsius verbuchte ich den 29 Juni als wärmsten Tag des Jahres in meinem Kalender. Tropentage, Tage wo das Thermometer über 30 °C überschritten hatte,  stellte sich 2024 mit einem Rekord von 27 Tagen vor. Waren es 2024  immerhin 18 Tropentage. Vergangenes Jahr konnte ich drei Tropennacht registrieren. (Tropennächte sind Nächte, in denen von 20:00 Uhr abends bis nächsten Tag 6:00 Uhr früh die Temperatur nicht unter 20 Grad Celsius fällt). Der kälteste Monat war der Jänner mit minus 0,08 Grad Celsius und war somit auch um ca. ein Grad zu warm. Minus 15 Grad erreichten wir in Münzkirchen im vergangenen Jahr kein einziges Mal, 2023 aber auch nur ein Mal. Den kältesten Tag konnte ich auf meiner Wetterstation am 11. Jänner mit minus 10,6 Grad Celsius ablesen. Die Quecksilbersäle fiel 2024 an 72 Tagen unter die Nullgradgrenze. 2023 immerhin an 88 Tagen.

 

 

 

Für das Grundwasser fiel der Niederschlag im vergangenen Jahr eher positiv aus. Denn mit 1184 Liter pro m² lag dieser um 110 Liter über den Langjahresdurchschnitt. Herausragend war der September mit 224,4 Liter, das sich in vielen Bereichen Österreichs zur Katastrophe ausweitete. Am 14. September konnte ich den regenreichsten Tag von 55,5 Liter verbuchen. Den ergiebigsten Regenschauer in Begleitung eines Gewitters konnte ich bei meiner Wetterstation am 6. Juni von 23:04 Uhr bis 23:17 Uhr mit 44,5 Liter ablesen. Hätte es eine Stunde lang in dieser Intensität durchgeregnet, so wären das 183 Liter pro m² gewesen. Die längste Regenpause hatten wir von 27. August bis 8. September. Frau Holle hat so ziemlich die ganzen Wintermonate verschlafen, den mit nur 20 cm Neuschnee fiel das sehr mager aus, und ist somit der geringste Schneefall seit meinen immerhin 34 jährigen Wetteraufzeichnungen. In Summe würde der Niederschlag in Form von Schnee ca. 25 Liter  pro m² ergeben. 2023 waren es immerhin 171 cm Neuschnee, und eine Niederschlagmenge von 175 Liter. Der Niederschlag in Form von Nebel, Tau und Raureif ergibt eine Menge von ca. 7,4 Liter. An 47 Tagen erschien uns die Natur im Nebelgrau. 2023 an 19 Tagen. Mit dem Regenschirm freundeten wir uns an den Montagen am besten an. Die meisten Sonnenstunden hingegen durften wir uns an den Freitagen erfreuen.

 

 

 

Für die Sonnenanbeter konnte das letzte Jahr auch einiges bieten. Mit 2193 Stunden hinkt es zwar um ca. 40 Stunden unter den Durchschnitt nach.  Die meisten Sonnenstunden hatten wir im August, mit ca. 313 Stunden. Speziell die Wintermonate, (außer Jänner) in denen der Sonnenstand am niedrigsten ist, versteckte sie sich  hinter einem dichten Nebel oder einer Wolkendecke. Im November an 17, und Dezember hatten wir sogar an 19 Tagen keine Sonne erblickt. Die längste Pause, wo wir die Sonne nicht zu sehen bekamen war von 10. bis 19. November.

 

 

 

Gott Donar Ließ den Himmel mit 27 Gewittern (2023 30 Gewitter) durch seine Blitze an 19 Tagen erhellen. Wobei es 19 leichte, 7 mittlere und ein sehr starkes Gewitter (27. Juli um Mitternacht) gab. Die vier Sturmtiefs, die über unser Gebiet zogen, hinterließen nur geringe Schäden an Flora und Fauna. Wobei die zwei mächtigsten, am 21. Und 28. März mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 50 km/h erreichten. In höher gelegenen Lagen fielen die Windstärken wegen dem Standort meiner Wetterstation naturgemäß um einiges höher aus.