Das war 2025

 

Das Jahr 2025 war sehr zurückhaltend mit dem Niederschlag. Nur der Juli sorgte aufgrund des Dauerregens für einen überdurchschnittlich hohen Niederschlag. Dennoch fiel die Ernte vom Getreide und Grünschnitt überdurchschnittlich gut aus. Um 0,6 Grad wärmer reihte sich 2025 als wärmeres Jahr in meine Statistik ein. Im vergangenen Jahr dominierte der Nebel – häufiger und hartnäckiger als in den letzten Jahren.

 

Leider war das Jahr 2025 mit dem ohnehin schon sehr niedrigen Grundwasserstand für die Natur, die Niederschlag  dringend bräuchte, extrem sparsam. Denn mit nur 777,9 Liter reiht sich das vergangene Jahr als zweitniedrigstes Jahr in meine Statistik. Nur das Jahr 2003 erreichte den Tiefenrekord von nur 750,4 Liter. Der Langjahresdurchschnitt liegt bei 1064,7 Liter. Dafür gesorgt haben fast alle Monate dieses Jahres, außer der Juli, der mit 161,4 Liter extrem verregnet war und sich somit als niederschlagsreichsten Monat erwies. Als niederschlagsreichsten Tag konnte ich den 8. Juli mit 32,0 Liter registrieren. Die längste Niederschlagspause konnte ich bei meiner Wetterstation vom 1. bis 17. April aufzeichnen. Besonders trocken fielen der Februar mit nur 19,0 Liter und Dezember mit 24,0 Liter auf und blieben um ca. zwei Drittel unter dem Durchschnitt. Niederschlagslose Tage konnte ich letztes Jahr 196 verbuchen. Frau Holle verschlief leider den Winter komplett. Denn mit einer Neuschneemenge von nur 21 cm im gesamten Jahr und einer maximalen Schneedecke von nur 8 cm, (26 November) ergab dies eine Niederschlagsmenge von 45 Liter. Außerdem konnte ich seit meiner 35-jährigen Aufzeichnung noch nie so viele Nebeltage verbuchen. 2025 hatten wir 50 Nebeltage, alleine im Dezember waren es 22 Tage an der Zahl. Durch Tau, Nebel oder Raureif sammelten sich im letzten Jahr im Niederschlagsmesser stolze 12,5 Liter. 2024 konnte ich bei meiner Wetterstation nur 4,2 Liter messen.

 

Wie nicht anders zu erwarten, war 2025 mit 9,14 Grad Celsius um 0,6 Grad über den Langjahresdurchschnitt. Hauptverantwortlich dafür waren neun Monate, denn nur der Mai lag mit 12,5 Grad um 1,84 Grad, der Juli mit 18,0 Grad um 0,2 Grad, und der November mit 1,9 Grad um 1,66 Grad unterm Durchschnitt. Nur einmal fiel das Thermometer unter die minus 10 Grad-Marke, und zwar in der Silvesternacht (minus 10,4 Grad).  Die Null-Grad-Grenze erreichten wir 2025 an 114 Tagen, 2024 fiel die Quecksilbersäule hingegen nur an 72 Tagen unter null Grad. Der 2. Juli reihte sich mit 34,6 Grad als wärmsten Tag in meinen Kalender ein. Als wärmsten Monat schlug der Juni mit durchschnittlich 19,5 °C zu Buche und lag somit um 2,3 Grad Celsius über dem Durchschnitt. Das Jahr 2025 hatte zwei Hitzewellen im Gepäck, die waren vom 22. Juni bis zum 2. Juli, und vom 8. Bis zum 16. August. Tropentage, Tage an denen die Temperatur über 30 °C steigt, konnte ich bei meiner Wetterstation 16 an der Zahl beobachten. 2024 stieg das Thermometer sogar 24 Mal über die 30 °C Marke. Tropennächte, also sind Nächte, an denen die Temperatur von 18:00 Uhr abends bis 6:00 Uhr früh nicht unter 20 Grad Celsius fällt, hatten wir in Münzkirchen nur eine und zwar vom 2. auf den 3. Juli. 2024 hatten wir hingegen 3 Tropennächte.

 

Mit 2317 Sonnenstunden reihte sich das vergangene Jahr etwas über den Langjahresdurchschnitt von 2235 Stunden ein. Für die Sonnenanbeter war der Juni mit 329 Sonnenstunden der beste Monat. Der Juli fiel als der Monat mit der niedrigsten Anzahl von 202 Sonnenstunden in meiner Aufzeichnung auf. Einen Tiefenrekord an Sonnentagen stellten die zwei Monate November und Dezember mit 20 Tagen auf, aufgrund des fast durchgehenden Nebels. Insgesamt bescherte uns 2025 50 Nebeltage, wobei 38 Nebeltage auf die letzten drei Monate fielen. Übrigens durften wir 2025 an den Samstagen am meisten Sonnentanken, hingegen benötigten wir den Regenschirm am häufigsten an den Montagen.

 

Die zwei Sturmtiefs, „Charly“ am 9. Jänner Abends und „Darius“ am 17. April nachmittags, beide mit ca. 40 Km/h, hinterließen keinerlei Schäden an Gebäuden und Wälder.  In höher gelegenen Lagen fielen die Windstärken wegen des Standorts meiner Wetterstation naturgemäß um einiges höher aus. Gott Donar schaute 25 Mal in Münzkirchen vorbei (2024 hingegen waren es 27 Gewitter). Zweimal wurde er ziemlich lautstark und zwar am 26. Mai von 1:40 Uhr bis 2:00 Uhr und am 4. Juli von 8:30 Uhr bis 8:45 Uhr.